// Das HausDrei braucht jetzt eure Unterstützung

Liebe Kinder, Jugendliche, Eltern, Familien und Nutzer*innen des HausDrei,

Das HausDrei begleitet seit über 40 Jahren Kinder und Jugendliche in Altona-Altstadt. Viele Generationen sind hier groß geworden – doch nun sind unsere Angebote durch Kürzungen und fehlende Mittel akut gefährdet. Damit die Kinder- und Jugendarbeit auch in Zukunft möglich bleibt, müssen wir jetzt gemeinsam handeln (was ihr tun könnt findet ihr unten).

Was passiert gerade?

Wir erfüllen einen gesetzlich verankerten Auftrag und arbeiten seit Jahrzehnten zuverlässig mit Zuwendungen aus dem Landesjugendplan über das Jugendamt des Bezirks Altona.
Neben der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist im HausDrei seit über zehn Jahren auch die Jugendsozialarbeit angesiedelt, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Stadtteil als verlässliche Anlaufstelle für Beratung und Unterstützung dient.

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist jedoch seit Jahren strukturell unterfinanziert. Im Vergleich zu anderen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe fehlen Personalstellen, Mittel für tarifgerechte Bezahlung, Verwaltungsausgaben sowie Honorarkräfte, ohne die viele Angebote gar nicht stattfinden könnten.

Die Finanzierung hält seit langem nicht mehr mit den steigenden Kosten Schritt. Die Kluft zwischen den tatsächlichen Ausgaben und den Zuwendungen wächst kontinuierlich.

Für 2026 wurden die Mittel landesweit- auf das Bundesland Hamburg bezogen lediglich auf dem Stand von Anfang 2025 eingefroren – obwohl der Bereich bereits seit Jahren chronisch unterfinanziert ist.

Für das vergangene Jahr erhielt das HausDrei noch einmal Mitte des Jahres eine Aufstockung durch Restmittel. In diesem Jahr reichen die vorhandenen Honorarmittel rechnerisch nur noch bis etwa zur Jahresmitte. Gleichzeitig sollen die tariflich gestiegenen Personalkosten nach Auskunft des Amtes nicht gegenfinanziert werden, obwohl im Februar das Tariftreue-Gesetz beschlossen wurde.

Im offenen Kinderbereich steht uns derzeit nur eine Personalstelle zur Verfügung, in der Jugendsozialarbeit sind es 1,5 Personalstellen. Viele Angebote können nur durch Honorarkräfte stattfinden. Wenn diese Mittel fehlen, hat das unmittelbare Folgen für die Kinder sowie für Jugendliche und junge Erwachsene in der Jugendsozialarbeit, die unsere Angebote nutzen.

Nach Aufforderung des Jugendamtes sind wir daher gezwungen, Öffnungszeiten zu reduzieren und Angebote zu streichen. Diese Kürzungen treffen nicht abstrakte Strukturen – sie treffen konkret junge Menschen in unserem Stadtteil.

Welche Angebote sind im HausDrei betroffen?

Die ersten Kürzungen betreffen konkret:

  • Seit dem 16.03.2026 bleibt montags der offene Kinderbereich geschlossen.
  • In diesem Jahr kann kein SamstagsKletterangebotfür den Kinderbereich stattfinden.
  • In der Jugendsozialarbeit entfällt mittwochs das Boxtraining mit professionellem Trainer.

Wir sind bereits im Austausch mit den Schulen, da perspektivisch auch Ganztagsangebote betroffen sein könnten. Ohne einen Nachtragshaushalt auf Landesebene ist leider zu befürchten, dass es nicht bei diesen ersten Kürzungen bleiben wird.

Die Situation ist unhaltbar

Die Zustände in der Kinder- und Jugendarbeit sind längst nicht mehr nur prekär.
In allen Bezirken fordern die Jugendhilfeausschüsse derzeit einen Nachtragshaushalt, um die Finanzierung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu sichern – bislang ohne Erfolg.

Die Arbeit der OKJA braucht deshalb dringend Unterstützung von allen Seiten – auch von euch.

Was ihr tun könnt

Wir brauchen jetzt Sichtbarkeit, politischen Druck und viele Stimmen aus dem Stadtteil.

Das dauert nur wenige Minuten, kann aber politisch einen großen Unterschied machen.

→ Schreibt den jugendpolitischen Sprecher*innen der Hamburger Parteien eine E-Mail, oder Nachricht bei Social-Media und macht deutlich, dass Einrichtungen wie das HausDrei für Kinder, Jugendliche und Familien unverzichtbar sind. Ihr könnt zum Beispiel schreiben, warum Kinder- und Jugendarbeit wichtig ist oder welche Bedeutung Einrichtungen wie das HausDrei für euch oder eure Kinder haben.

→ Sprecht mit Nachbar*innen, Freund*innen und Menschen in eurem Umfeld über die Situation. Je mehr Menschen sich melden, desto deutlicher wird: Die Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg darf nicht weiter kaputtgespart werden.

→ Folgt IVO der Interessenvertretung für die offene Kinder- und Jugendarbeit und Familien Hamburg auf Instagram und teilt deren Beiträge für mehr Sichtbarkeit.

Hier sind die Kontaktdaten der Jugendpolitische Sprecher*innen der demokratischen Parteien in Hamburg:

Cem Berk – SPD (Fachsprecher) → cem.berk@spd-fraktion-hamburg.de
Lisa Kern – Grüne (Fachsprecherin) → lisa.kern@gruene-fraktion-hamburg.de
Jan Libbertz – Linke (Fachsprecher) → jan.libbertz@linksfraktion-hamburg.de
Silke Seif – CDU (Fachsprecherin) → silke.seif@cduhamburg.de

Dr. Andreas Dressel –  (Senator der Hamburger Finanzbehörde) → finanzbehoerde.poststelle@fb.hamburg.de

Schließt euch an, unterstützt uns, damit wir auch Morgen noch für Euch da sein können und wir weitere Generationen begleiten und im HausDrei aufwachsen sehen können!

Danke für eure Aufmerksamkeit & Unterstützung,

euer HausDrei-Team