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Leitbild

1.Identität, Ziele & Werte

HausDrei ist ein Stadtteilkulturzentrum in dem bewegten und lebendigen Stadtteil Altona Altstadt. Unser Quartier ist für uns identitätsstiftendes Umfeld und Gradmesser unserer Wirksamkeit. Hier entwickeln sich immer wieder Ideen und Strömungen mit Integrationskraft, die wir als Impulse in unsere Praxis aufnehmen.

Wir wollen das Miteinander im Stadtteil über soziale, kulturelle und Generationsunterschiede hinweg tolerant und friedlich mitgestalten und regen die  Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels  zum Dialog und zu eigener Aktivität an.

Unser Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement und nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, kreative Prozesse und Milieus in ihrer Entwicklung zu stärken und kulturelle Bildung und Teilhabe zu ermöglichen. Unser Handeln ist bestimmt durch Gewaltfreiheit, Toleranz, Offenheit und Respekt.

 

2. Arbeits- und Kompetenzfelder  

Wir verstehen HausDrei als kulturellen Marktplatz, Ort der Kommunikation und Treffpunkt in Altona-Altstadt. Als lokaler Veranstalter und Ausgangspunkt kultureller Aktivitäten wirkt HausDrei über das Viertel hinaus. Unser Auftrag ist es, Nachbarschaft, Teilhabe und Stadtteilkultur zu fördern.

Unsere sozialen, kommunikativen, gestalterischen und pädagogischen Kompetenzen stellen wir mit einem hohen Maß an Flexibilität in den Dienst von Beteiligungs- und Gestaltungsprozessen im Quartier.

 

Unsere Arbeitsfelder:

Kulturarbeit: Im Bereich der Stadtteilkultur organisieren wir Veranstaltungen, Märkte und Festivals. Wir fördern u.a. Straßenkunst und Frauenkultur. Wir unterstützen Künstler und Künstlerinnen in ihrem Schaffen. Das kreative Milieu in Altona-Altstadt wollen wir beleben und weiter entwickeln. Dies tun wir sowohl in unserer laufenden Arbeit als auch in Projekten.

Kinder- und Jugendarbeit: HausDrei ist Träger der freien Jugendhilfe. Wir bieten Kindern und Jugendlichen unsere offenen Treffs, Projekte, Werkstätten, Veranstaltungen und Beratungszeiten. Im Rahmen der Ganztagsschule kooperieren wir mit den Schulen des Stadtteils. Für Jugendliche und Jungerwachsene leisten wir aufsuchende Jugendsozialarbeit.

Nachbarschaftliche Beratung: Wir beraten die Nachbarschaft, fördern Projektideen und unterstützen den Gedanken der Nachbarschaftshilfe mit unserer Kompetenz und unseren Räumen. Dazu steht unser Haus  als Treffpunkt für Nachbarschaft und Künstlerszene zur Verfügung

Offene Werkstätten: In unseren offenen Werkstätten können Menschen unter Anleitung oder selbstständig ihre eigenen Ideen und Vorhaben umsetzen. Hier fördern wir Kreativität, handwerkliche Fähigkeiten und selbstbestimmte Aktivitäten.

Netzwerkarbeit: Wir betreiben aktiv Netzwerk- und Gremienarbeit, sind mit zahlreichen Partnern verbunden und nehmen an unterschiedlichen Gremien teil.

Raumvergabe: Wir überlassen und vermieten Räume an Gruppen und Kurse, für Veranstaltungen, Proben, Workshops und private Feiern.

Gastronomischer Treffpunkt: Mit unserer Gastronomie bieten wir einen kommunikativen Treffpunkt für Künstlerszene und Nachbarschaft. Gemeinsam betreiben wir eine Kleinkunstbühne.

 

3. Definition gelungener Dienstleistung

Als wesentliche Voraussetzung für gelingende Dienstleistung betrachten wir die Ermittlung lokaler Bedarfe und aktueller Wünsche der Zielgruppen, die Orientierung an demografischen Daten und der konkreten Nachfrage.

Wir betreiben kontinuierliches Qualitätsmanagement und betrachten unsere Dienstleistung als gelungen, wenn wir Kommunikation gefördert, kreative Milieus und Prozesse gestärkt oder kulturelle Teilhabe ermöglicht haben.

 

Prüfkriterien für die Rahmenbedingungen gelungener Dienstleistungen aus Sicht der Einrichtung sind

  1. ein möglichst niedrigschwelliger Zugang
  1. die Berücksichtigung aktuell gewonnener Erkenntnisse, geäußerter Wünsche oder aktueller Themen von gesellschaftlicher Relevanz
  1. die erkennbare oder belegbare Bezugnahme auf den Stadtteil oder die angesprochene Zielgruppe
  1. Transparenz der Zugangsbedingungen und die leichte Verständlichkeit der Informationen über die Dienstleistung und die Gegebenheiten des Hauses einfaches Beschwerdemanagement mit kurzen Wegen/Reaktionszeiten.

Mindestens drei Kriterien müssen erfüllt sein.

Aus Sicht der Kunden ist die Dienstleistung insoweit gelungen, wie ihr Anliegen Gehör fand. Diese Tatsache ist nicht objektiv feststellbar und nicht unbedingt von der Einrichtung erreichbar. Es ist daher zwar das Ziel von HausDrei, die Kunden zufriedenzustellen, dies ist aber kein Prüfkriterium.

 

4. Führung und Mitarbeiter

Wir führen mit Zielen und orientieren uns dabei an einem kooperativ-situativen Führungsstil. Das bedeutet in der Praxis für uns Folgendes:

Inhaltlich und organisatorisch sind wir den Vereinszielen, dem Leitbild und den aktuell vereinbarten (Leit-)Zielen verpflichtet.

Über die zu erreichenden Ziele verständigen wir uns partizipativ im Rahmen eines fachlichen Diskurses. Die Erreichung unserer Ziele ist gemeinsames Anliegen aller. Wir unterstützen uns daher gegenseitig, wo immer dies erforderlich und sinnvoll ist. Dazu nutzen wir sowohl die Kooperationsbereitschaft im Team als auch die Möglichkeit der Delegation von Aufgaben. Zugleich überprüfen wir auch im Team unsere Ziele und Perspektiven regelmäßig und passen sie den aktuellen Bedarfen und Erkenntnissen an.

Jedes Teammitglied ist mitverantwortlich für gelingende Kommunikation und ausreichenden Informationsfluss. Angenehmes Arbeitsklima und gute Zusammenarbeit sind wesentliche Faktoren unserer Teamkultur.

Kontrolle findet insoweit statt, als es zur Steuerung der betrieblichen Ressourcen und Abläufe erforderlich ist. Gleichzeitig sorgen Teammitglieder und Geschäftsführung für eine größtmögliche Transparenz der Abläufe in ihren Arbeitsbereichen und stellen  alle erforderlichen Informationen zur Verfügung.

In unserer Führungskultur sind uns die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie wichtig.

Wir gehen daher möglichst flexibel mit individuellen Wünschen und Arbeitszeitanforderung um.

Entscheidungen werden im HausDrei auf der Mitgliederversammlung, im Vorstand und von der Geschäftsführung getroffen. Diese bereiten wir so oft wie möglich partizipativ im Team vor. Die letzte Entscheidung liegt immer dort, wo auch die Verantwortung für eine Entscheidung getragen wird.

Für die Personalentwicklung und Qualifizierung der Mitarbeiter steht ein Jahresbudget zur Verfügung. Im Rahmen der Qualitätssicherung erarbeiten wir Fortbildungspläne und Qualifizierungsziele.

 

5. Kunden und Gäste

Unsere Angebote werden besonders von Menschen aus dem direkten Umfeld wahrgenommen. Wir arbeiten in einem dicht besiedelten, multikulturellen Stadtteil, in dem viele Menschen mit Migrationsgeschichte leben. Die Menschen im Quartier praktizieren unterschiedlichste Lebenskonzepte und Familienformen.

Geschlechtersensible Angebote spielen besonders in der Kinder- und Jugendarbeit eine Rolle. Frauen- und Genderthemen finden sich vor allem im Programm des Erwachsenenbereichs wieder. Den Schutz des Kindeswohls und der individuellen Integrität beschreiben wir in unserem Schutzkonzept.

HausDrei orientiert sich mit seinen Angeboten an lokalen Bedarfen und Bedürfnissen der Zielgruppen, an demografischen Daten und der konkreten Nachfrage. Externe Rückmeldungen fließen über das Beschwerdemanagement in die Qualitätsentwicklung ein.

 

6. Ressourcennutzung

HausDrei nutzt ein im August-Lütgens-Park gelegenes, unter Denkmalschutz stehendes öffentliches Gebäude (Bj. 1859) mit knapp 1.000 qm Fläche, eine Kletterwand und eine gestaltete Außenfläche von fast 4.000qm sowie das Spielhaus Zeiseweg.

Das Team besteht aus neun fest angestellten Mitarbeitern, Honorarkräften und Praktikanten. Wir beziehen unsere Motivation aus einer starken Identifikation mit den Werten und Inhalten der Stadtteilkulturarbeit und der Kinder- und Jugendarbeit.

Die Arbeit des HausDrei wird institutionell regelmäßig gefördert durch die Kulturbehörde, das Bezirksamt Altona  und das Jugendamt. Zusätzlich zu eigenen Einnahmen werben wir projektbezogen weitere Zuwendungen und Drittmittel aus privater Hand ein.

In unserer Arbeit ist es uns wichtig, die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen zu schonen und wieder zu verwerten. Nachhaltigkeit wird auch in unseren Angeboten als Wert oder als Inhalt geschätzt. Tauschen, Teilen und Wiederverwerten fördern das nachbarschaftliche Miteinander und sind daher auch wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, z.B. in den Werkstätten.

Die Kontroll- und Revisionsverantwortung liegt bei der Geschäftsführung. Das Leitbild ist alle vier Jahre auf Aktualität zu überprüfen und ggf. anzupassen, das nächste Mal im Jahr 2019.

Hamburg,07. April.2015